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Zukunfts-Redaktion

Einmal so richtig in Chancen denken. Ohne Grenzen. Ohne Schere im Kopf. Mit völlig neuen Geschäftsideen neue Märkte und Geschäftsfelder erschließen. Wie sieht unser Unternehmen in fünf Jahren aus? Und mit diesen Ideen eine Erfolgsstory anstoßen, die so phantastisch ist, dass das Manager Magazin gar nicht anders kann, als fünf Jahre nach der Initialzündung eine Sonderausgabe darüber zu bringen.


Das Konzept dieser Zukunftskonferenz stammt von Andreas Kirsche, Gründer der AGENTUR FÜR VERÄNDERUNG, der in der gezielten Einbindung von Mitarbeitern in die Visions- und Strategiearbeit ein grosses Potential sieht: „Mitarbeiter sind Gestalter und Erfinder. Ein Unternehmen bewegt sich nur mit ihnen und durch sie – nach oben genauso wie nach unten. Es macht in der Regel wenig Sinn, am grünen Tisch erdachte Verbesserungsmaßnahmen top down durchzusetzen.

Der konkrete Fall: Ein Dienstleister, der sich seit Jahren auf Wachstumskurs befindet, will plötzlich über sich hinauswachsen. Die bisherige Situation des Unternehmens ist  von solidem Wachstum geprägt – im Windschatten eines übermächtigen Ex-Monopolisten. Lange Zeit schien dieser Konkurrent, schon auf Grund seiner einschüchternden Grösse, unangreifbar zu sein. Dazu kann man sich unterschiedlich verhalten: In Ehrfurcht erstarren. Oder beherzt angreifen. David gegen Goliath.  Wie kann eine solch ehrgeizige Vision Wirklichkeit werden?

Die Lösung liegt in dem Veranstaltungsformat der Zukunfts-Redaktion, welche die 194 Top-Führungskräfte des Unternehmens für zwei Tage vor eine grosse Herausforderung stellte.

Damit die Führungskräfte so richtig in die Kiste der Utopien greifen können, denn schließlich geht das nicht per Knopfdruck, ist ein renommierter Zukunftsforscher mit an Bord. Er beamt die Beteiligten auf eine Zukunftsreise. Unter welchen Umwelt-, Politik- und Marktbedingungen werden wir arbeiten? Welche Anforderungen an das Management wird es geben? Wie reagieren erfolgreiche Unternehmen zukünftig, was hält sie zusammen? Und mantra-artig schwört er alle darauf ein, wenigstens im Rahmen dieser Veranstaltung ausschließlich in Chancen und nicht in Risiken zu denken. „Meist fällt es uns leicht, Katastrophenszenarien auszumalen. Gefordert ist jedoch kein reaktives, sondern ein proaktives Verhältnis zur Zukunft, ein rechtzeitiges Abwenden von Gefahren oder ein gezieltes Hinwirken auf Verbesserungen. Für beides sind Chancenszenarien gut geeignet: Es gibt Ziele, für die es lohnt, sich einzusetzen!“ erläutert der Zukunftsforscher sein Vorgehen.

Darüber hinaus hat die AGENTUR FÜR VERÄNDERUNG im Vorfeld alle Teilnehmer mit Denk-Werkzeugen ausgerüstet: Der Reader zur Tagung enthält nicht nur den Ablauf und die Regieanweisungen sondern zusätzlich eine ganze Reihe von Querdenk-Regeln, wie z. B.:

-  Das Erobern neuer Märkte mit Bindestrich-Innovationen
-  Das unwiderstehliche Angebot erfordert Klarheit und Verzicht
-  Das Innovationsparadox
-  Die vier Innovationsqualitäten
-  Der Wow-Effekt
-  Das Aneignungsprinzip
u. v. a.

„Diese positive Einstimmung auf die Zukunft ist extrem wichtig. Deshalb verwenden wir den ersten halben Tag darauf“. Kirsche, der Regie führt, weiß, wie stark mentale Modelle das Alltagsdenken nicht nur von Führungskräften prägen. „Damit man zu einem guten Ergebnis kommen kann, müssen wir versuchen, sie zu überwinden“.

Dann beginnt die Phase der Visionen. Die Teilnehmer werden konkret die Themenfelder

-  Markt
-  Strategische Ausrichtung
-  Produkte und Dienstleistungen
-  Organisation, Abläufe, Menschen
-  Unternehmenskultur.

unter die Lupe nehmen, und dafür unterschiedliche Rollen einnehmen:

Die Journalisten: Sie sind die „Trüffelschweine“, die das Wesentliche der Workshop-Diskussionen erfassen, zusammenstellen und bei der Redaktionskonferenz am Ende des Tages als Thema einbringen.

Die Moderatoren: Sie sorgen für eine angeregte Diskussion und ermuntern dazu, auch kontroverse Themen zu besprechen.

Die Visionäre: Sie stellen die größte Gruppe. Oberstes Gebot für sie: Gedacht wird nur in Chancen. Hindernisse, die unserer Zukunft im Wege stehen, sind dazu da, ausgeräumt zu werden. Gedacht wird nicht nur an Verbesserungen im eigenen Wettbewerbsumfeld sondern weit darüber hinaus. Und in Querbezügen. Ein Teil der Visionäre wechselt später in die Rolle von Botschaftern und trägt die Ideen „ihres“ Workshops in andere Gruppen und sorgt so für „kreative Infektionen“.

Die Journalisten haben zum Ende der Veranstaltung hin, nach viel Inspiration und Transpiration, wenn alle Workshops beendet sind, einen großen Zettelkasten voller Ideen für neue Geschäftsfelder und vorher nicht gekannte Wertschöpfungsmöglichkeiten, aber auch für eine Ausweitung des Stammgeschäftes in neue Märkte. Diese Ideen bringen die Journalisten in eine finale Redaktionskonferenz im Plenum ein. Geleitet wird diese Zukunfts-Redaktionskonferenz von einer externen Chefredakteurin. Sie erörtert, verwirft, spitzt zu und ergänzt die Themen und macht sie zu einer gemeinsamen Erfolgsstory, die in einer (natürlich fiktiven, aber real gedruckten) Manager-Magazin-Sonderausgabe publiziert wird.

Wenige Tage nach der Veranstaltung erscheint dieses Sonderheft. Druckfrisch. Nicht nur für die Teilnehmer, sondern für alle Mitarbeiter. Damit ist die Vision in konkreten Zukunfts-Storys erlebbar. Für alle nachvollziehbar und erinnerlich.

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